Warum wir düngen

Mit Vegetationsbeginn haben unsere Pflanzen einen hohen Nährstoffbedarf und müssen ernährt werden. Die Produktion von einem Hektar Weizen verbraucht ungefähr 220 kg Stickstoff (N), 75 kg Phosphor (P2O5), 50 kg Kalium (K2O) und 20 kg Magnesium (MgO). Diese Nährstoffe werden dem Boden mit den Ernteprodukten entzogen. Wenn keine Düngung erfolgt, verarmen die Böden und Humus wird abgebaut. Langfristig werden die Böden dann unfruchtbar. Um dies zu vermeiden, ist die Düngung essentiell für den Ackerbau, egal ob bei ökologischer oder konventioneller[…]

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Kohlenstoff-Speicherung im Boden

Derzeit beschäftigen wir uns in der Bestkorn KG mit einem neuen Projekt. Die Idee: Durch den Aufbau von Humus wollen wir Kohlenstoff aus der Luft im Boden speichern. Als Faustformel gilt, dass durch die Erhöhung des Humus-Gehaltes im Oberboden um 0,1 % rund 5 t CO2 in der Erdatmosphäre reduziert werden können. Zum Vergleich: Ein Erdenbürger produzierte in 2011 jährlich rund 7 t CO2, ein Deutscher rund 11 t CO2, und eine Hauskatze rund 2 t CO2 (Hintergrund). Für Hochleistungs-Draußenkatzen[…]

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Achtung Kontrolle!

Vergangene Woche fand bei uns eine unangekündigte Vor-Ort-Kontrolle statt. Diese Prüfungen erfolgen im Auftrag der EU-Kommission durch die Prüfstellen bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen auf zufällig ausgewählten Landwirtschaftsbetrieben in Niedersachsen. Schwerpunkt der Überprüfung waren die sogenannten Cross-Compliance-Kriterien: Dabei handelt es sich um Auflagen im Bereich Umweltschutz, Lebensmittelsicherheit und Tierschutz. Am ersten Tage kontrollierten die Prüfer alle betrieblichen Flächen auf Einhaltung dieser Kriterien. Am zweiten Tag wurden die betrieblichen Lagerstätten geprüft. Außerdem stand die sachgerechte Anwendung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie der[…]

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Untersuchung Artenvielfalt

Im Rahmen des Projektes „Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften“ untersucht das Julius-Kühn-Institut (JKI) im Erntejahr 2020 auf den Flächen der Bestkorn KG die „Biodiversität“, also die Artenvielfalt. Dies geschieht im Rahmen einer deutschlandweiten Untersuchung. Ähnlich wie bei der Untersuchung der Insektenpopulation im Erntejahr 2019 führt das JKI im Laufe der kommenden Monate wiederkehrende Untersuchungen in den Versuchen durch. Interessierte können die Versuche in Dorstadt vom Weg aus verfolgen (Aber bitte nicht betreten!).

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Hallo, hier ist die Maus!

Wenn bei meinem Chef das Telefon klingelt und eine Maus anruft, schrillen bei mir als Schadnager-Beauftragten natürlich die Alarmglocken. Bei der Maus handelt es sich aber um eine Maschine die die Rüben auf dem Feld aufnimmt und über verschiedene Siebbänder auf Lkws verlädt und reinigt. Solch eine Spezialmaschine kann nur mit vielen Landwirten gemeinsam ausgelastet werden. Darum sind wir gemeinsam mit rund 220 anderen Landwirten in einer Maschinengemeinschaft, die Agrardienste Eichberg GmbH & Co KG, die insgesamt zwei Mäuse betreibt.[…]

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Audit 2019

Im Rahmen des Vertragsanbaus mit der Hedwigsburger Okermühle stand heute das wiederkehrende Audit an. Dabei werden Aspekte der Produktionssicherheit, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit geprüft. Auch das in meiner Verantwortung befindliche Schadnagerkonzept wurde eingehend geprüft. Hier konnte Ich aber mit einem kapitalen Fang zu Beginn des mehrstündigen Audits, die Wirksamkeit meiner Arbeit eindrucksvoll unter Beweis stellen: Unser Handelspartner, die Hedwigsburger Okermühle, verfolgt ihr Konzept „Mehl mit Herkunft“. Das Getreide wird direkt beim Erzeuger gekauft. Damit unterscheidet sie sich von vielen anderen Mühlen,[…]

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Maschinenkosten

Die Maschinenkosten sind der Schlüssel auf dem Weg zu einem erfolgreichen Landwirtschaftsbetrieb. Die sogenannten Arbeitserledigungskosten können bei einem Ackerbaubetrieb je nach Geschick des Betriebsleiters und der Struktur des Betriebes schnell zwischen 600 € und 1.000 € je Hektar schwanken*. Bei einem 100 ha großem Betrieb kann die Differenz zwischen einem erfolgreichen und einem weniger erfolgreichen Betrieb allein durch diese Kostenposition schnell einmal 40.000 € (100 ha x 400 €/ha) pro Jahr betragen! Es gibt kaum eine andere Branche, in der[…]

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Humusaufbau

Durch die Förderung des Bodenlebens und den Aufbau von Humus im Boden kann der Boden „lebend verbaut“ werden. Dabei helfen können sämtliche Organismen, die in einem Boden vorkommen: Bakterien, Pilze, Insekten bis hin zu Regenwürmern. Werden diese durch organisches Material gefördert, kann erreicht werden, dass  die mineralischen Bestandteile des Bodens mit der Bodenflora und -fauna so verbunden ist, dass ein sehr stabiles Gefüge entsteht. Bestandteil davon sind z. B.  Regenwurmgänge die Niederschlagswasser abführen können und Humus, der Wasser und Nährstoffe[…]

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Integrierter Pflanzenschutz

Beim integrierten Pflanzenschutz versucht man mit folgenden Faktoren den Pflanzenschutzeinsatz auf ein notwendiges Maß zu beschränken: ackerbauliche Maßnahmen (z. B. Fruchtfolge) Sortenwahl (z. B. resistente Sorten) mechanische Bekämpfung (z. B. Bodenbearbeitung) Förderung von Gegenspielern Dies geschieht in unserem Betrieb z. B. durch die Anwendung von Schadschwellen: Erst wenn ein bestimmter Besatz an Schaderregern vorhanden ist, wird eine Maßnahme durchgeführt. Die Idee dahinter: Wenige Schädlinge führen zu keinen wirtschaftlichen Schäden, außerdem kann deren Auftreten oft durch die natürlichen Gegenspieler reguliert werden.[…]

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Die Bienen sind da!

Die Bienenvölker haben jetzt ihre Arbeit bei der Bestkorn KG aufgenommen. Über 20 Völker bestäuben jetzt den Raps in Dorstadt. Vielen Dank an die Imker Kirsten Mandera und Oliver Schön für die gute Zusammenarbeit. Nachtrag 20.07.2018: Die Bienen haben ganze Arbeit geleistet und einen vorzüglichen Raps-Honig produziert.

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