Auf den Standort kommt es an!

Den größten Einfluss auf den Erfolg der Landbewirtschaftung hat der Boden. Es gibt Böden, die aufgrund Ihrer physikalischen Zusammensetzung weniger Wasser und Nährstoffe speichern können. Hier ist die Bodenfruchtbarkeit gering. Andererseits gibt es Böden, mit einer hohen Bodenfruchtbarkeit. Teilweise variiert die Bodenfruchtbarkeit innerhalb von wenigen Metern. Auf den folgenden Bildern sind die Weizenbestände von zwei Standorten dargestellt, die nur 350 Meter auseinander liegen. Der gute Standort mit einer hohen Bodenfruchtbarkeit weist einen deutlich dichteren Weizenbestand mit langen Ähren auf, während[…]

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Im Märzen der Bauer…

Der Vegetationsbeginn ist nach den Wintermonaten wie ein freudiges Erwachen für alle an der Landwirtschaft Beteiligten. Dabei ist der Wachstumsbeginn der Pflanzen sehr stark von den Temperaturen abhängig. Ein Tag mit hohen Temperaturen reicht aber noch nicht! Viele Pflanzen benötigen eine bestimmte Temperatursumme bevor sie weitere Entwicklungsschritte einleiten. In Abhängigkeit vom Jahr kann dies schnell einmal um 50 Tage früher oder später eintreffen (DWD: Phänologischer Kalender). Beim Wintergetreide und beim Winterraps beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt, das sogenannte „generative Wachstum“,[…]

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Ackerbohne

Derzeit beschäftigen wir uns bei der Bestkorn KG mit dem Anbau von Ackerbohnen. Diese könnten uns bei dem Projekt „Humusaufbau“ dienlich sein, weil die Ackerbohne als Leguminose humusmehrend ist. Es gibt Früchte, die humuszehrend sind, also Humus aus dem Boden verbrauchen. Dazu zählen z.B. Zuckerrüben, Kartoffeln und Silomais. Das ist erst einmal nichts schlimmes, solange der resultierende Humusverlust durch organische Düngung oder den Anbau von Zwischenfrüchten ausgeglichen wird. Will man im großen Still Humus im Boden aufbauen, hilft der Anbau[…]

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Kohlenstoff-Speicherung im Boden

Derzeit beschäftigen wir uns in der Bestkorn KG mit einem neuen Projekt. Die Idee: Durch den Aufbau von Humus wollen wir Kohlenstoff aus der Luft im Boden speichern. Als Faustformel gilt, dass durch die Erhöhung des Humus-Gehaltes im Oberboden um 0,1 % pro Hektar rund 5 t CO2 in der Erdatmosphäre reduziert werden können. Zum Vergleich: Ein Erdenbürger produzierte in 2011 jährlich rund 7 t CO2, ein Deutscher rund 11 t CO2, und eine Hauskatze rund 2 t CO2 (Hintergrund).[…]

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Untersuchung Artenvielfalt

Im Rahmen des Projektes „Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften“ untersucht das Julius-Kühn-Institut (JKI) im Erntejahr 2020 auf den Flächen der Bestkorn KG die „Biodiversität“, also die Artenvielfalt. Dies geschieht im Rahmen einer deutschlandweiten Untersuchung. Ähnlich wie bei der Untersuchung der Insektenpopulation im Erntejahr 2019 führt das JKI im Laufe der kommenden Monate wiederkehrende Untersuchungen in den Versuchen durch. Interessierte können die Versuche in Dorstadt vom Weg aus verfolgen (Aber bitte nicht betreten!).

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Pflug oder Pluglos?

Die Diskussion ob ein Pflug zur Bodenbearbeitung eingesetzt werden soll oder nicht, wird teilweise sehr emotional geführt. Das liegt daran, dass der Pflug das Symbol der Landwirtschaft ist: Erst durch die Erfindung des Pfluges in der Jungsteinzeit war der erfolgreiche Ackerbau möglich. Durch die Wendung des Bodens wird dieser gelockert und Unkraut- und Ungrassamen werden verschüttet, so dass die Kulturfrucht gute Startbedingungen hat. Der Nachteil des Pfluges ist, dass der Boden oft überlockert wird und dann mühsam wieder rückverfestigt werden[…]

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Erosionsschutz

Der Boden ist das wertvollste Gut eines Landwirtschaftsbetriebes. Diese wichtigste Produktionsgrundlage gilt es zu verbessern, z.B. durch den Aufbau von Humus. Genauso wichtig ist aber, dass der Boden bei starken Niederschlägen nicht weggeschwemmt wird und verloren geht. Besonders gefährdet sind hängige Lagen, weil hier das Niederschlagswasser Geschwindigkeit aufnehmen und die Bodenteile mitreißen kann. Hier ist es wichtig, dass der Bodenkörper eine hohe Stabilität aufweist und Oberflächenverdichtungen unbedingt vermieden werden. Lockerer Boden kann Wasser aufnehmen und nach unten abführen. Verdichteten Boden[…]

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Audit

Im Rahmen des Vertragsanbaus mit der Hedwigsburger Okermühle stand heute das wiederkehrende Audit an. Dabei werden Aspekte der Produktionssicherheit, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit geprüft. Auch das in meiner Verantwortung befindliche Schadnagerkonzept wurde eingehend geprüft. Hier konnte Ich aber mit einem kapitalen Fang zu Beginn des mehrstündigen Audits, die Wirksamkeit meiner Arbeit eindrucksvoll unter Beweis stellen: Unser Handelspartner, die Hedwigsburger Okermühle, verfolgt ihr Konzept „Mehl mit Herkunft“. Das Getreide wird direkt beim Erzeuger gekauft. Damit unterscheidet sie sich von vielen anderen Mühlen,[…]

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Alles Öko, oder was?

2018 wurden in Deutschland rund 9 Prozent (UMWELTBUNDESAMT) der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch bewirtschaftet. Bioprodukte machten in 2016 rund 5 Prozent (FOODWATCH) des gesamten Lebensmittelumsatzes in Deutschland aus. Könnte der Anteil auch auf 100 % gesteigert werden? Dazu ein Beispiel: In Deutschland werden derzeit rund 23 Millionen Tonnen Weizen produziert. Die Produktion deckt damit in etwa den Bedarf Deutschlands. Bei einer ökologischen Produktionsweise gehen die Weizenerträge um rund 40 – 50 % zurück, d. h. bei gleichbleibender Nachfrage, müsste die[…]

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Integrierter Pflanzenschutz

Beim integrierten Pflanzenschutz versucht man mit folgenden Faktoren den Pflanzenschutzeinsatz auf ein notwendiges Maß zu beschränken: ackerbauliche Maßnahmen (z. B. Fruchtfolge) Sortenwahl (z. B. resistente Sorten) mechanische Bekämpfung (z. B. Bodenbearbeitung) Förderung von Gegenspielern Dies geschieht in unserem Betrieb z. B. durch die Anwendung von Schadschwellen: Erst wenn ein bestimmter Besatz an Schaderregern vorhanden ist, wird eine Maßnahme durchgeführt. Die Idee dahinter: Wenige Schädlinge führen zu keinen wirtschaftlichen Schäden, außerdem kann deren Auftreten oft durch die natürlichen Gegenspieler reguliert werden.[…]

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