Herzlich Willkommen bei der Bestkorn KG!

Hallo, ich bin Kater Kurt. Weil Öffentlichkeits- und Pressesarbeit auch für Landwirtschaftsbetriebe wichtig ist, bin ich hier bei der Bestkorn KG neuerdings dafür zuständig. In diesem Zusammenhang erkläre ich hier im Internet Sachverhalte der Landwirtschaft. Allerdings füllt die Öffentlichkeitsarbeit in so einem kleinen Betrieb keine Vollzeitstelle aus. Deshalb fällt darüber hinaus noch die Schadnagerbekämpfung in meinen Zuständigkeitsbereich. Hier erfahren Sie z. B.,  warum wir Humus aufbauen,  wie wir Bodenerosionen vermeiden und  welche Herausforderung der Klimawandel an die Landwirtschaft stellt.

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Frostgrubbern

Normalerweise bin ich während meiner Nachtschicht zwischen 21:00 Uhr abends und 7:00 Uhr morgens relativ ungestört und kann mich ganz der Schadnagerbekämpfung widmen. Heute hat mein Chef aber außnahmsweise schon um 3:00 Uhr früh mit der Arbeit begonnen. Seit gestern Abend waren die Temperaturen unter den Gefrierpunkt gesunken. Heute Morgen sind es mit -2,7° Celsius frostige Temperaturen. Auch der Ackerboden ist gefroren, so dass dieser ohne ein Einsinken des Traktors befahren lwerden kann. Dies macht sich mein Chef zu nutzen,[…]

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Düngeverordnung

Eines vorweg: Die Landwirtschaft hat es selbst verbockt! Es gab eine Düngeverordnung aus dem Jahre 2006, an die sich einige Landwirte aber nicht gehalten haben. Die Konsequenz: Im Jahre 2017 wurde die Düngeverordnung novelliert (DüV vom 27.05.2017). Weil diese Änderungen aus Sicht der EU-Kommission nicht ausreichend sind, ist jetzt eine erneute Verschärfung geplant. Für das Fehlverhalten einiger Berufskollegen muss jetzt die ganze Branche büßen. Rote Gebiete Es wurden sogenannte „rote Gebiete“ (siehe Beitragsbild*) geschaffen, die 39 % der landwirtschaftlich genutzten[…]

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Untersuchung Artenvielfalt

Im Rahmen des Projektes „Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften“ untersucht das Julius-Kühn-Institut (JKI) im Erntejahr 2020 auf den Flächen der Bestkorn KG die „Biodiversität“, also die Artenvielfalt. Dies geschieht im Rahmen einer deutschlandweiten Untersuchung. Ähnlich wie bei der Untersuchung der Insektenpopulation im Erntejahr 2019 führt das JKI im Laufe der kommenden Monate wiederkehrende Untersuchungen in den Versuchen durch. Interessierte können die Versuche in Dorstadt vom Weg aus verfolgen (Aber bitte nicht betreten!).

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Viele Mäuse

In diesem Jahr ist es wieder soweit: Die Feldmauspopulation hat ihr Maximum erreicht. Rund alle 3 – 4 Jahre* gibt es sogenannte Gradationsmaxima, bei denen besonders hohe Populationsdichten auftreten. In diesem Jahr sind nach meinen Beobachtungen selbst für ein Maximumjahr extrem viele Mäuse auf den Äckern. Wir haben darauf reagiert und besonders stark betroffene Flächen gepflügt. Dadurch werden die unterirdischen Gangsysteme der Mäuse zerstört. Ich persöhnlich profitiere dabei von einer Stilllegungsfläche die unmittelbar an unseren Hof angrenzt. Im Rahmen der[…]

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Hallo, hier ist die Maus!

Wenn bei meinem Chef das Telefon klingelt und eine Maus anruft, schrillen bei mir als Schadnager-Beauftragten natürlich die Alarmglocken. Bei der Maus handelt es sich aber um eine Maschine die die Rüben auf dem Feld aufnimmt und über verschiedene Siebbänder auf Lkws verlädt und reinigt. Solch eine Spezialmaschine kann nur mit vielen Landwirten gemeinsam ausgelastet werden. Darum sind wir gemeinsam mit rund 220 anderen Landwirten in einer Maschinengemeinschaft, die Agrardienste Eichberg GmbH & Co KG, die insgesamt zwei Mäuse betreibt.[…]

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Warum werden die Reifen immer breiter?

Es wirkt manchmal schon etwas beängstigend, wenn unsere Traktoren mit den breiten Reifen durch die Straßen rauschen. Inzwischen verfügen unsere Schlepper über Reifen, die teilweise 90 cm breit sind – und das auf beiden Seiten ergibt eine überfahrene Breite von 1,8 m. Bei einer Gesamtbreite von 3 m, sind das 60 % der Breite, die von den Reifen abgedeckt werden. Der Boden ist das wertvollste Gut eines Landwirtschaftsbetriebes. Diesen gilt es zu schonen. Bodenverdichtungen können vermieden werden, indem das Gewicht[…]

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Nitrat

Landwirtschaft und organische Düngung sind fest miteinander verbunden. Erst die Düngung mit Mist in den letzten Jahrhunderten hat unseren Böden ihre Fruchtbarkeit verliehen. Besonders im ökologischen Landbau hat die organische Düngung einen hohen Stellenwert. Wenn überdüngt wird, kann Nitrat aber in das Grundwasser gelangen. Deshalb können die Nitratwerte im Grundwasser ein Indikator für die Düngungsintensität in einer Region sein. Aber Vorsicht! Es gibt auch andere Gründe für hohe Nitratwerte: Der Grundwasserflurabstand, die Fließgeschwindigkeit und die hydrochemischen Bedingungen im Untergrund spielen[…]

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Rapsaussaat 2019 – ein Lotteriespiel

Die Rapsaussaat im Spätsommer 2019 gestaltet sich besonders schwierig. Die Böden sind ausgetrocknet, so dass zur Keimung Niederschlag erforderlich ist. Für Raps besteht nur ein schmales Zeitfenster von 15. August bis 10. September in dem in unseren Breiten eine Aussaat sinnvoll ist. Bei einer Aussaat vor dem 15 August würde der Raps mit hoher Wahrscheinlichkeit vor dem Winter überwachsen und wäre besonders frostempfindlich. Nach dem genannten Zeitfenster wäre die Vorwinterentwicklung der Rapspflanzen wahrscheinlich nicht ausreichend. Die folgende Tabelle zeigt die[…]

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Pflug oder Pluglos?

Die Diskussion ob ein Pflug zur Bodenbearbeitung eingesetzt werden soll oder nicht, wird teilweise sehr emotional geführt. Das liegt daran, dass der Pflug das Symbol der Landwirtschaft ist: Erst durch die Erfindung des Pfluges in der Jungsteinzeit war der erfolgreiche Ackerbau möglich. Durch die Wendung des Bodens wird dieser gelockert und Unkraut- und Ungrassamen werden verschüttet, so dass die Kulturfrucht gute Startbedingungen hat. Der Nachteil des Pfluges ist, dass der Boden oft überlockert wird und dann mühsam wieder rückverfestigt werden[…]

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Getreidelagerung

Erst einmal vielen Dank für die vielen positiven Zuschriften, die ich in den letzten Wochen erhalten habe. Besonders die Komplimente über meine fotogene Seite haben mich sehr gefreut.  Das Getreide kommt an den heißen Erntetagen oft mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius in das Lager. Bei diesen hohen Temperaturen können sich Getreideschädlinge wie Kornkäfer und Getreideplattkäfer rasant vermehren. Das Weibchen des Kornkäfer bohrt ein Loch in das Getreidekorn und legt ein Ei hinein. die Larvenentwicklung und Verpuppung finden innerhalb[…]

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