Herzlich Willkommen bei der Bestkorn KG!

Hallo, ich bin Kater Kurt. Weil Öffentlichkeits- und Pressesarbeit auch für Landwirtschaftsbetriebe wichtig ist, bin ich hier bei der Bestkorn KG neuerdings dafür zuständig. In diesem Zusammenhang erkläre ich hier im Internet Sachverhalte der Landwirtschaft. Allerdings füllt die Öffentlichkeitsarbeit in so einem kleinen Betrieb keine Vollzeitstelle aus. Deshalb fällt darüber hinaus noch die Schadnagerbekämpfung in meinen Zuständigkeitsbereich. Hier erfahren Sie z. B.,  warum wir Humus aufbauen,  wie wir Bodenerosionen vermeiden und  welche Herausforderung der Klimawandel an die Landwirtschaft stellt.

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Im Märzen der Bauer…

Der Vegetationsbeginn ist nach den Wintermonaten wie ein freudiges Erwachen für alle an der Landwirtschaft Beteiligten. Dabei ist der Wachstumsbeginn der Pflanzen sehr stark von den Temperaturen abhängig. Ein Tag mit hohen Temperaturen reicht aber noch nicht! Viele Pflanzen benötigen eine bestimmte Temperatursumme bevor sie weitere Entwicklungsschritte einleiten. In Abhängigkeit vom Jahr kann dies schnell einmal um 50 Tage früher oder später eintreffen (DWD: Phänologischer Kalender). Beim Wintergetreide und beim Winterraps beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt, das sogenannte „generative Wachstum“,[…]

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Wie viel Frost verträgt Winterweizen?

Von den Vorzügen des Winters hatte ich ja bereits berichtet. Jetzt gingen hier die Temperaturen in der zweiten Februarwoche aber auf bis zu -23 °C nach unten. Solch ein Frost trifft die Kulturpflanzen, die bereits im Herbst ausgesät werden, mit ganzer Härte. Wintergerste verträgt Kahlfröste von bis zu -15 °C und Winterweizen von bis zu -20 °C. Die Kältetoleranz ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So sind z. B. einzelne Weizensorten winterhärter als andere. Beim Raps spielt die Größe der Pflanzen[…]

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Bürokratie

Der Anteil der Arbeitszeit für Verwaltungsarbeit an der Gesamtarbeitszeit in einem Landwirtschaftsbetrieb ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. Die Summe der Arbeitszeit für Planung und Organisation, Kontrolle, Aufzeichnungen, Einkauf, Verkauf, Geldverkehr und Finanzen, Buchführung, Information und Weiterbildung, sowie Beratung macht inzwischen rund 23 % (eigene Aufzeichnungen) der Gesamtarbeitszeit aus. Andere Quelle (KTBL) gehen bei einem Ackerbaubetrieb von unserer Größe sogar von 38 % aus. Während der gewöhnliche Schriftverkehr durch den Einsatz moderner Kommunikationsmedien wie E-Mail eher einfacher geworden ist,[…]

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Arbeitsspitzen

Die Arbeitszeit in der Landwirtschaft wird bestimmt von der Vegetationszeit der Kulturpflanzen. Gearbeitet werden muss dann, wenn es die Witterung zulässt oder verlangt. Dadurch entstehen Arbeitsspitzen, die in der folgenden Abbildung für unseren Betrieb dargestellt sind. Gezeigt werden die Arbeitsstunden im Jahresverlauf, die jeweils in einem halben Monat anfallen. Während im Zeitraum von Ende Juli bis Anfang Oktober die 14-tägige Arbeitszeit auf bis zu 160 Stunden ansteigt, ist es im Dezember und Januar sehr ruhig. Diese Arbeitsspitzen stellen eine große[…]

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Verbraucht Silomais mehr Wasser als andere Kulturpflanzen?

Rubrik „Frag den Kurt„: Diese Frage stellte unsere Leserin Frauke E.-H. aus V. Eins vorweg: Horror-Meldungen wie die vom WWF „11.000 Liter Wasser sind nötig, um ein Kilogramm Baumwolle anzubauen.“ gibt es bei dem Anbau der Kulturpflanzen in unseren Breiten nicht! Die hohen Wasserverbräche, die hier genannt werden, resultieren aus ineffizienten Bewässerungsmethoden mit undichten Kanälen z. B. in Pakistan. Hier in Deutschland reicht in den meisten Fällen der natürliche Niederschlag aus, um die Kulturpflanzen mit ausreichend Wasser zu versorgen. Wir[…]

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Landwirtschaft im Wandel der Zeit

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landwirtschaft stark gewandelt. Während 1950 in Deutschland noch fast jeder vierte Erwerbstätige in der Landwirtschaft gearbeitet hat, sind es heute nur noch 1,4 % (STATISISCHES BUNDESAMT). Erst durch diese Entwicklung in der Landwirtschaft wurden in den 60 Jahren Arbeitskräfte frei, die in den Fabriken zum damaligen „deutschen Wirtschaftswunder“ beitragen konnten. Allein in Dorstadt haben 1950 mehrere Hundert Einwohner in der Landwirtschaft gearbeitet! Dieser Wandel wurde durch eine zunehmende Mechanisierung in der Landwirtschaft ermöglicht.[…]

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„Weizen! Felder voller Weizen, Ströme von Weizen!“ *

Der Ertrag eines Getreidefeldes ergibt sich aus der Anzahl der Ähren (Bestandesdichte), der Zahl der Körner pro Ähre und dem durchschnittlichen Gewicht der Körner. Ertrag = Ähren/m² x Körner/Ähre x Korngewicht Die Ausbildung dieser Ertragsfaktoren ist abhängig von den Wachstumsbedingungen in den Wachstumsphasen der Getreidepflanzen. Die Bestandesdichte wird im Herbst und im zeitigen Frühjahr festgelegt. Die Anzahl der Körner pro Ähre wird hingegen im Frühjahr und das Tausendkorngewicht im Frühsommer bestimmt. Entscheiden ist neben einer ausgewogenen Wasserversorgung und verträglichen Temperaturen[…]

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Ist Sojaanbau hier möglich?

In unserer neuen Rubrik „Frag den Kurt“ haben Sie zukünftig die Möglichkeit Fragen zur Landwirtschaft zu stellen, die Kurt für Sie beantwortet. Als erstes beantwortet er die Frage unserer Leserin Barbara aus D. : Kann man denn hier auch Sojabohnen anbauen? Der Sojaanbau in unseren Breitengraden ist bisher über einen Probeanbau nicht hinaus gekommen. Soja ist eine so genannte C4-Pflanze (Wikipedia). Die in unseren Breiten dominierenden C3-Pflanzen (Weizen, Gerste, Zuckerrüben) unterscheiden sich davon in einigen Stoffwechselprozessen. Weil die C4-Pflanzen wie[…]

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„Mai-Regen bringt Segen“

Derzeit zeichnet sich eine ähnliche Niederschlagssituation wie in dem Vorjahr ab. Dies verdeutlicht das Beitragsbild. Die Niederschlagsmengen in den Monaten März, April und Mai sind entscheidend für den Getreideertrag. In 2020 gilt das mehr als sonst, weil die Wasservorräte im Boden aufgrund der trockenen Vorjahre nur begrenzt zur Verfügung stehen. In diesem Jahr haben wir, genauso wie in 2019, im April deutlich weniger Niederschläge als im langjährigen Mittel abbekommen. Gerettet hatte uns im letzten Jahr ein intensiver Regen von 45[…]

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Ackerbohne

Derzeit beschäftigen wir uns bei der Bestkorn KG mit dem Anbau von Ackerbohnen. Diese könnten uns bei dem Projekt „Humusaufbau“ dienlich sein, weil die Ackerbohne als Leguminose humusmehrend ist. Es gibt Früchte, die humuszehrend sind, also Humus aus dem Boden verbrauchen. Dazu zählen z.B. Zuckerrüben, Kartoffeln und Silomais. Das ist erst einmal nichts schlimmes, solange der resultierende Humusverlust durch organische Düngung oder den Anbau von Zwischenfrüchten ausgeglichen wird. Will man im großen Still Humus im Boden aufbauen, hilft der Anbau[…]

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