Herzlich Willkommen bei der Bestkorn KG!

Die Bestkorn KG ist ein Landwirtschaftsbetrieb im Landkreis Wolfenbüttel. Der Schwerpunkt ist der Anbau von Zuckerrüben, Raps, Weizen und Gerste.

Kater Kurt: Hallo, mein Name ist Kurt. Weil Öffentlichkeits- und Pressesarbeit auch für Landwirtschaftsbetriebe wichtig ist, bin ich hier bei der Bestkorn KG neuerdings dafür zuständig. In diesem Zusammenhang erkläre ich hier im Internet Sachverhalte der Landwirtschaft. Allerdings füllt die Öffentlichkeitsarbeit in so einem kleinen Betrieb keine Vollzeitstelle aus. Deshalb fällt darüber hinaus noch die Schadnagerbekämpfung in meinen Zuständigkeitsbereich.

Grubber bei flacher Stoppelbearbeitung

Pflug oder Pluglos?

Kater Kurt erklärt:

Die Diskussion ob ein Pflug zur Bodenbearbeitung eingesetzt werden soll oder nicht, wird teilweise sehr emotional geführt. Das liegt daran, dass der Pflug das Symbol der Landwirtschaft ist: Erst durch die Erfindung des Pfluges in der Jungsteinzeit war der erfolgreiche Ackerbau möglich. Durch die Wendung des Bodens wird dieser gelockert und Unkraut- und Ungrassamen werden verschüttet, so dass die Kulturfrucht gute Startbedingungen hat. Der Nachteil des Pfluges ist, dass der Boden oft überlockert wird und dann mühsam wieder rückverfestigt werden muss. Außerdem verbraucht  das Pflügen sehr viel Diesel, erfordert die doppelte Arbeitszeit und Bodenerosionen können unter Umständen Vorschub geleistet werden.

Die Alternative: Konservierende Bodenbearbeitung
Die Alternative zum Pflügen ist der Einsatz eines Grubbers. Ein Grubber ist ein Bodenbearbeitungsgerät, das mit seinen Scharen den Boden durchreißt. Es wird häufig schon zur „flachen Stoppelbearbeitung“ (Arbeitstiefe 10-15 cm, 8 l Diesel/ha) eingesetzt. Dabei werden die Getreidestoppeln umgebrochen, damit sie im Boden zersetzt werden und Ausfallgetreide und Unkrautsamen keimen und beim nächsten Bodenbearbeitungsgang umgeworfen werden können. Mit dieser mechanischen Unkrautbekämpfung wird das Unkrautsamenpotential im Boden reduziert. Durch den tiefen Einsatz eines Grubbers (20-25 cm Bearbeitungstiefe, 15 l Diesel/ha) kann auf einen  Pflugeinsatz (25-30 cm Bearbeitungstiefe, mit Packer 25 l Diesel/ha) verzichtet werden. Der große Unterschied zum Pflug ist, dass der Boden nicht gewendet wird, sondern nur tief gelockert und gemischt wird. Das ist nach Ansicht der Pflugverzichter besser für das Bodenleben, weil dieses dadurch nicht durcheinander gerät.

Zwei Nachteile des Pflugverzichts: Einige Problemunkräuter wie z.B. Trespen können sich etablieren und müssen bekämpft werden. Außerdem werden Pilzkrankheiten, die auf dem Getreidestoppeln überdauern, nicht beseitigt. Von ihnen kann im Folgejahr eine neue Infektion ausgehen. Tendenziell ist der Pflanzenschutzmittelaufwand beim konsequenten Pflugverzicht eher etwas höher als beim Pflugeinsatz.

Fazit
Es ist wie so oft: Reines Schwarz-Weiß gibt es nicht einmal auf meinem Fell! Beide Verfahren haben Vor- und Nachteile. Wir pflügen deshalb nur einmal in der Fruchtfolge, also ungefähr alle vier Jahre. Auf tonhaltigen Böden wird auch ganz auf den Pflug verzichtet.  

Getreidelagerung

Kater Kurt erklärt:

Erst einmal vielen Dank für die vielen positiven Zuschriften, die ich in den letzten Wochen erhalten habe. Besonders die Komplimente über meine fotogene Seite haben mich sehr gefreut. 

Das Getreide kommt an den heißen Erntetagen oft mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius in das Lager. Bei diesen hohen Temperaturen können sich Getreideschädlinge wie Kornkäfer und Getreideplattkäfer rasant vermehren. Das Weibchen des Kornkäfer bohrt ein Loch in das Getreidekorn und legt ein Ei hinein. die Larvenentwicklung und Verpuppung finden innerhalb des Getreidekorns statt.* Wenn der Käfer das Korn verlässt, ist es ausgefressen und für die Ernährung nicht mehr zu gebrauchen. Diese Entwicklung des Getreidekäfers ist erst bei Temperaturen über 15 Grad möglich. Bei tiefen Temperaturen fällt der Käfer sogar in eine Kältestarre.

Bei einem ungebremsten Befall kann die ganze Partie unverkäuflich werden! Um die massenhafte Vermehrung der Käfer zu verhindern, muss das Getreide darum herunter gekühlt werden. Dies geschieht in unseren Betrieb mit Belüftungsgebläsen, die kalte Außenluft in den Getreidestapel drücken oder die warme Luft aus dem Stapel heraus saugen. Jetzt im Sommer ist die Belüftung am besten in den Morgenstunden möglich. Zu dieser Zeit ist die Außenluft kühl und führt zu einer Absenkung der Stapel-Temperatur. Die Abbildung zeigt den Temperaturverlauf eines Getreidelager im letzten Jahr bei regelmäßiger Kühlung. In den Wintermonaten wird dann mit Hilfe von frostiger Außenluft das Getreide abschließend auf unter 10 ° Celsius gekühlt.

Bei ordnungsgemäßer Lagerung ist das Getreide problemlos über viele Monate lagerfähig. Selbst in den Grabkammern der Pyramiden wurde noch Getreide gefunden. Solange wollen wir aber nicht lagern. Das letzte Getreide wird häufig im Juni des Folgejahres – also kurz vor der neuen Ernte – zur Mühle geliefert. 

Jetzt, wo die Ernte fast abgeschlossen ist, bin ich ziemlich im Stress und kurz vorm Burnout. Wichtig bei meiner Arbeit ist es, eine Etablierung von Schadnager im Getreidelager von Anfang an zu unterbinden. Darum bin ich momentan Tag und Nacht unterwegs und komme kaum zu Fressen. Außerdem meinen die Nachbars-Katzen, dass jetzt nach der neuen Befüllung der Getreideläger die Karten neu gemischt würden. Das ist aber mein Revier! Besonders Boris (Name aus rechtlichen Gründen verändert) versucht unentwegt eine feindliche Übernahme durchzusetzen. Was soll‘s, jede große Katze braucht auch ihre Nemesis. 

Quelle: * OBST, A. und V. PAUL: Krankheiten und Schädlinge des Getreides. Verlag Th. Mann, Gelsenkirchen 1993, S. 154 ff.

Erntebeginn

Kater Kurt erklärt:

Heute beginnt die Weizenernte. Die Abbildung zeigt den Erntebeginn für Weizen in unserem Betrieb in den letzten Jahren. Im Mittel der Jahre beginnt die Weizenernte am 27. Juli. Tendenziell hat sich der Erntebeginn nach vorne verschoben. Das ist aber wahrscheinlich nicht dem Klimawandel geschuldet. Vielmehr wurden Weizensorten gezüchtet, die früher reif sind. Falls eine Vorsommer-Trockenheit einsetzt, haben diese Sorten ihren Ertrag bereits ausgebildet, während spätreife Sorten stärker unter einer Vorsommer-Trockenheit leiden.

In diesem Jahr könnte diese Strategie auf gehen. Die erste Hitzewelle Anfang Juni hat sicherlich Ertrag gekostet. Ein weiterer Vorteil von einem frühreifer Sortenanteil im Betrieb ist, dass der teure Mähdrescher besser ausgelastet werden kann. Bei einer gesunden Mischung aus frühen und späten Sorten bleibt der Mähdrescher kontinuierlich mit reifen Früchten versorgt. Bei Weizen ist es ähnlich wie bei Bananen: Wenn er überreif wird, verschlechtert sich die Qualität. Weizen wird aber nicht matschig wie Bananen, sondern hier leidet die Backqualität. Diese kann bei überreifen Beständen sogar ganz verloren gehen.

Der Getreidehandel verlangst eine Feuchtigkeitsgehalt von maximal 14,5 % beim Getreidekorn. Ist die Feuchtigkeit höher als dieser Wert, werden Trocknungskosten abgezogen. In verregneten Sommern kann das eine teure Sache werden. Darum haben wir in unserem Betrieb die Möglichkeit einen Teil der Ernte zu trocknen. Am billigsten ist es natürlich wenn die Sonne das Getreide auf dem Feld trocknet. Allerdings werden Feuchtigkeitswerte unter 14,5 % nicht honoriert! Das heißt, wenn man zu lange wartet, wird das Getreide zu trocken und man hat schnell 3 % Ertrag verschenkt, weil das Wasser fehlt.

Die Ernteplanung ist dadurch ein schwieriges Unterfangen. Eine optimale Maschinenauslastung muss erreicht werden. Darunter darf aber die Qualität nicht leiden. Jetzt steigt die Spannung. „Die Getreideernte ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie was man kriegt“ (frei nach Forrest Gump). Mal sehen, ob die Mühen des letzten Jahres belohnt werden.

Blattlaus-Monitoring

Auf den Flächen der Bestkorn KG werden derzeit Untersuchungen des Julius-Kühn-Instituts (JKI) durchgeführt. Dabei werden wöchentlich die Populationsentwicklungen der Insekten in den Zuckerrüben untersucht.

Gefährlich für die Zuckerrüben sind vor allem die Grüne Pfirsichblattlaus, weil diese beim Saugen einen Virus übertragen kann, der zu starken Ertragsverlusten führt. Mit Hilfe der Untersuchung soll festgestellt werden, welcher Befallsgrad noch toleriert werden kann.

In den folgenden Grafiken sind die Befallshäufigkeiten der einzelnen Insekten dargestellt. Darunter versteht man den Anteil der Pflanzen, die von einer Gattung besiedelt sind.

Erosionsschutz

Kater Kurt erklärt:

Der Boden ist das wertvollste Gut eines Landwirtschaftsbetriebes. Diese wichtigste Produktionsgrundlage gilt es zu verbessern, z.B. durch den Aufbau von Humus. Genauso wichtig ist aber, dass der Boden bei starken Niederschlägen nicht weggeschwemmt wird und verloren geht.

Besonders gefährdet sind hängige Lagen, weil hier das Niederschlagswasser Geschwindigkeit aufnehmen und die Bodenteile mitreißen kann. Hier ist es wichtig, dass der Bodenkörper eine hohe Stabilität aufweist und Oberflächenverdichtungen unbedingt vermieden werden. Der Schlüssel für diese Faktoren liegt bei einer standortangepassten Bodenbearbeitung. Aber auch durch Humusaufbau kann der Boden stabilisiert werden.

Ein weiteres Kriterium ist die Bodenbedeckung. In unseren Breiten ist die Zuckerrüben besonders durch Bodenerosionen gefährdet. Die intensiven Niederschlagsereignisse im Mai treffen bei den Zuckerrüben auf relativ kleine Pflanzen, die eine ungenügende Bodenbedeckung aufweisen. Hier bittet das Stroh einer Zwischenfrucht Abhilfe. Wie das Bild zeigt, verhindert das Stroh der Zwischenfrucht ein ungehindertes Fließen des Niederschlagswassers.

Nachtrag 22.05.2019: Die Strategie ist aufgegangen. Die Erosionsschutzmaßnahmen aus stabilem Bodenkörper und Zwischenfruchtstroh hat selbst das intensive Gewitter am 20.05.2019 mit rund 50 mm standgehalten.

Zuckerrübenaussaat 2019

Kater Kurt erklärt:

Die Aussaat der Zuckerrüben hat am 31.03.2019 begonnen. Zuckerrüben reagieren sehr empfindlich, wenn das Saatbett nicht optimal gestaltet ist. Deshalb muss zunächst das Saatbett mit Bodenbearbeitungsgeräten bereitet werden. Manchmal entscheiden Stunden über Erfolg oder Misserfolg. Dabei ist aber jeder Boden individuell zu beurteilen. Dies erfordert sehr viel Erfahrung.

Saatbett für Zuckerrüben

Ein optimales Saatbett für Zuckerrüben beinhaltet Feinerde für die Wasserversorgung während der Keimung aber auch gröberen Klumpen. Letztere verhindern gemeinsam mit den Pflanzenresten der Zwischenfrucht das Erosionen und Verschlämmungen bei Starkregenereignissen entstehen können.

Die Zwischenfrucht hat die Nährstoffe aus dem Herbst aufgenommen und über den Winter „gerettet“. Diese werden im Laufe der Vegetation freigesetzt und stehen dann den Zuckerrüben zur Verfügung.

Bodenbearbeitung gelungen: Hier fühlen sich Maulwürfe wohl

Nachtrag: Von unabhängigen Experten für gut befunden!

Ein kleines Prädikat für einen Landwirt ist es, wenn sich die Maulwürfe auf seinem Acker wohlfühlen. Dies zeigt, dass das Bodenleben in Ordnung und das Bodengefüge gut gelungen ist.

Wer ernährt die Welt?

Kater Kurt erklärt:

Die Weltbevölkerung wächst kontinuierlich. In der ersten Abbildung ist die Prognose der Vereinigten Nationen dargestellt.

In gleicher Weise steigt der Nahrungsbedarf. Auch wenn Weizen nicht das einzige Grundnahrungsmittel ist, wird in der folgenden Grafik exemplarisch die Entwicklung der weltweiten Weizenerzeugung dem Weizenverbrauch gegenübergestellt. Die Ernte 2018 hat den Verbrauch nicht abdecken können. Für die Ernte 2019 gehen die Prognosen der Welt-Getreiderats (IGC) davon aus, dass der weltweite Verbrauch knapp gedeckt werden kann.

Audit 2019

Kater Kurt erklärt:

Im Rahmen des Vertragsanbaus mit der Hedwigsburger Okermühle stand heute das wiederkehrende Audit an. Dabei werden Aspekte der Produktionssicherheit, Rückverfolgbarkeit und Nachhaltigkeit geprüft. Auch das in meiner Verantwortung befindliche Schadnagerkonzept wurde eingehend geprüft. Hier konnte Ich aber mit einem kapitalen Fang zu Beginn des mehrstündigen Audits, die Wirksamkeit meiner Arbeit eindrucksvoll unter Beweis stellen:

Maus gefangen – Audit bestanden

Unser Handelspartner, die Hedwigsburger Okermühle, verfolgt ihr Konzept „Mehl mit Herkunft“. Das Getreide wird direkt beim Erzeuger gekauft. Damit unterscheidet sie sich von vielen anderen Mühlen, die ihren Rohstoff vom Großhandel beziehen. Der Vorteil: Für jede Mehlpartie können die Produktionsprozesse bis zum Acker, auf dem der Weizen produziert wurde, zurückverfolgt werden.

Nachtrag 14.07.2019: Audit bestanden – Zertifikat erhalten!

Maschinenkosten

Kater Kurt erklärt:

Die Maschinenkosten sind der Schlüssel auf dem Weg zu einem erfolgreichen Landwirtschaftsbetrieb. Die sogenannten Arbeitserledigungskosten können bei einem Ackerbaubetrieb je nach Geschick des Betriebsleiters und der Struktur des Betriebes zwischen 600 € und 1.000 € je Hektar schwanken. Bei einem 100 ha großem Betrieb kann die Differenz zwischen einem erfolgreichen und einem weniger erfolgreichen Betrieb allein durch diese Kostenposition schnell einmal 40.000 € (100 ha x 400 €/ha) pro Jahr betragen!

Es gibt kaum eine andere Branche, in der eine teure Maschine wie ein Mähdrescher nur wenige Tage im Jahr eingesetzt werden kann. Hier gilt eine möglichst hohe Auslastung der teuren Maschinen zu erreichen. Das ist nicht immer einfach, weil das Wetter hier schnell einen Strich durch die Rechnung machen kann. Wenn eine langfristige Regenperiode in der Ernte einsetzt, kann die Qualität das Getreides so darunter leiden, dass die Mindererlöse durch die schlechtere Qualität, die eingesparten Maschinenkosten durch eine hohe Auslastung des Mähdreschers schnell um ein vielfaches übersteigen können.

Die Bestkorn KG begegnet dieser Herausforderung durch die Mitgliedschaft in eine Maschinengemeinschaft. Die Maschinen werden mit drei anderen Landwirtschaftsbetrieben zusammen gekauft und eingesetzt. In der Maschinengemeinschaft werden insgesamt 530 ha bewirtschaftet, so dass leistungsfähige Maschinen angeschafft und ausgelastet werden können.

Die Kunst dabei besteht in der Kommunikation zwischen den Mitgliedern der Maschinengemeinschaft. Hier gilt es Lösungen zu finden, dass die Maschinen in gerechter Weise auf den Flächen der Mitgliedsbetriebe eingesetzt werden.

Alles Öko, oder was?

2018 wurden in Deutschland rund 9 Prozent (UMWELTBUNDESAMT) der landwirtschaftlich genutzten Fläche ökologisch bewirtschaftet.

Bioprodukte machten in 2016 rund 5 Prozent (FOODWATCH) des gesamten Lebensmittelumsatzes in Deutschland aus.

Kater Kurt erklärt:

Könnte der Anteil auch auf 100 % gesteigert werden?

Dazu ein Beispiel: In Deutschland werden derzeit rund 23 Millionen Tonnen Weizen produziert. Die Produktion deckt damit in etwa den Bedarf Deutschlands. Bei einer ökologischen Produktionsweise gehen die Weizenerträge um rund 40 – 50 % zurück, d. h. bei gleichbleibender Nachfrage, müsste die fehlende Menge an Weizen importiert werden. Kein Problem, ein Handelsweisheit sagt: „Die Ware fließt immer zum Geld“. Weil Deutschland sehr wohlhabend ist, wird hier immer auch Ware zur Verfügung stehen. Aber bei der derzeitigen Bevölkerungsentwicklung wird es an anderer Stelle fehlen.

Soziale Aspekte

Für die Herstellung von einem Hektar ökologisch erzeugten Zuckerrüben werden rund 150 Arbeitsstunden mit der Handhacke benötigt. Bei einer Anbaufläche von rund 30 ha Zuckerrüben wie in unserem Betrieb entspricht dies 4500 Arbeitsstunden, also fast 3 Arbeitskräfte pro Jahr. Die Arbeitskraft wird aber innerhalb eines engen Zeitraums von rund 4 Wochen benötigt. Deutsche Arbeitskräfte stehen für diese körperlich anstrengende Arbeit nicht zur Verfügung. Wer soll also diese Arbeit vollrichten? Und ist der Verbraucher bereit die daraus resultierenden Arbeitskosten sozial angemessen zu vergüten? Eventuell könnten in der Zukunft Roboter durch intelligente Lösungen die Handarbeit ersetzen. Praxisreife Lösungen gibt es aber derzeit noch nicht.

Ernährungsgewohnheiten müssen geändert werden

Eine gewissen Entlastung des Getreidebedarfs könnte erreicht werden, indem weitgehend auf Fleisch verzichtet würde. Ein Schwein benötigt rund 3 Kilogramm Futter für ein Kilogramm Gewichtszunahme. Die Futterverwertung von Rindern ist eher schlechter als bei Schweinen. Allerdings ist ein Vergleich nur schwer möglich, weil Rinder Wiederkäuer sind und so auch Grünland als Futtergrundlage nutzen können, welches zum Anbau von Getreide nicht geeignet ist. Ein Verzicht auf Rind- und Schweinefleisch, o.k. meinetwegen, aber lasst mir meine Mäuse!

Keine Konkurrenten sondern Ergänzung

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass die klassische, konventionelle, landwirtschaftliche Produktion nicht in Konkurrenz zu der ökologischen Wirtschaftsweise steht, sonder beide Verfahren sich ergänzen.