Herzlich Willkommen bei der Bestkorn KG!

Hallo, ich bin Kater Kurt. Weil Öffentlichkeits- und Pressesarbeit auch für Landwirtschaftsbetriebe wichtig ist, bin ich hier bei der Bestkorn KG neuerdings dafür zuständig. In diesem Zusammenhang erkläre ich hier im Internet Sachverhalte der Landwirtschaft. Allerdings füllt die Öffentlichkeitsarbeit in so einem kleinen Betrieb keine Vollzeitstelle aus. Deshalb fällt darüber hinaus noch die Schadnagerbekämpfung in meinen Zuständigkeitsbereich. Hier erfahren Sie z. B.,  warum wir Humus aufbauen,  wie wir Bodenerosionen vermeiden und  welche Herausforderung der Klimawandel an die Landwirtschaft stellt.

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Die Getreideernte – eine Schachtel Pralinen

„Die Getreideernte ist wie eine Schachtel Pralinen – man weiß nie was man kriegt.“ Diese Weisheit bewahrheitet sich wohl auch in diesem Jahr. Aufgrund der Niederschläge im Mai und Juni könnte man meinen, dass eine gute Ernte heran gewachsen sein müsste. ErntetermineAlljährig wird die Wintergerste als erste Frucht geerntet . Die Ernte beginnt meist um den 10. Juli, kann aber witterungsbedingt auch schon einmal am 30. Juni oder erst am 26. Juli beginnen (siehe Abbildung). Danach steht Weizen und Raps[…]

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Wer frisst denn da?

Momentan sieht man immer mal wieder besorgte Landwirte über Ihre Rübenäcker kriechen. Dabei handelt es sich nicht um eine besondere Gottesfurcht sondern um Kontrollen der Rübenbestände. Nur so lassen sich Schäden an den kleinen Rüben erkennen. Das Bild rechts zeigt eine angefressen Zuckerrübe. Fraßschäden können durch Drahtwürmer, Moosknopfkäfer, Rübenfingerkäfer und Schnecken verursacht werden. Mäuseschäden treten eher in trockenen Jahren auf, wenn diese die Rübensamen ausgraben und auffressen. Schneckenschäden sind eher in feuchten Jahren zu beklagen. Besonders durch die oben angeführten[…]

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Jetzt beginnt die Rapsblüte

Aufgrund der niedrigen Temperaturen der letzten Wochen beginnt in diesem Jahr die Rapsblüte etwas verspätet. Wie das Beitragsbild zeigt, blühen die Knospen am Haupttrieb zuerst von unten nach oben. Dann folgen die Knospen der darunterliegenden Triebe und verwandeln sich in gelbe Blüten. Die ersten Bienen stehen schon bereit um bei ansteigenden Temperaturen verstärkt die Rapsblüten anzufliegen. Auch die Entwicklung der Zuckerrüben ist von den Temperaturen abhängig: Mit der Aussaat haben wir Ende März begonnen. Bis die Hälfte der gesäten Rüben[…]

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Im Märzen der Bauer…

Der Vegetationsbeginn ist nach den Wintermonaten wie ein freudiges Erwachen für alle an der Landwirtschaft Beteiligten. Dabei ist der Wachstumsbeginn der Pflanzen sehr stark von den Temperaturen abhängig. Ein Tag mit hohen Temperaturen reicht aber noch nicht! Viele Pflanzen benötigen eine bestimmte Temperatursumme bevor sie weitere Entwicklungsschritte einleiten. In Abhängigkeit vom Jahr kann dies schnell einmal um 50 Tage früher oder später eintreffen (DWD: Phänologischer Kalender). Beim Wintergetreide und beim Winterraps beginnt jetzt ein neuer Lebensabschnitt, das sogenannte „generative Wachstum“,[…]

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Wie viel Frost verträgt Winterweizen?

Von den Vorzügen des Winters hatte ich ja bereits berichtet. Jetzt gingen hier die Temperaturen in der zweiten Februarwoche aber auf bis zu -23 °C nach unten. Solch ein Frost trifft die Kulturpflanzen, die bereits im Herbst ausgesät werden, mit ganzer Härte. Wintergerste verträgt Kahlfröste von bis zu -15 °C und Winterweizen von bis zu -20 °C. Die Kältetoleranz ist von verschiedenen Faktoren abhängig. So sind z. B. einzelne Weizensorten winterhärter als andere. Beim Raps spielt die Größe der Pflanzen[…]

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Bürokratie

Der Anteil der Arbeitszeit für Verwaltungsarbeit an der Gesamtarbeitszeit in einem Landwirtschaftsbetrieb ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich angestiegen. Die Summe der Arbeitszeit für Planung und Organisation, Kontrolle, Aufzeichnungen, Einkauf, Verkauf, Geldverkehr und Finanzen, Buchführung, Information und Weiterbildung, sowie Beratung macht inzwischen rund 23 % (eigene Aufzeichnungen) der Gesamtarbeitszeit aus. Andere Quelle (KTBL) gehen bei einem Ackerbaubetrieb von unserer Größe sogar von 38 % aus. Während der gewöhnliche Schriftverkehr durch den Einsatz moderner Kommunikationsmedien wie E-Mail eher einfacher geworden ist,[…]

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Arbeitsspitzen

Die Arbeitszeit in der Landwirtschaft wird bestimmt von der Vegetationszeit der Kulturpflanzen. Gearbeitet werden muss dann, wenn es die Witterung zulässt oder verlangt. Dadurch entstehen Arbeitsspitzen, die in der folgenden Abbildung für unseren Betrieb dargestellt sind. Gezeigt werden die Arbeitsstunden im Jahresverlauf, die jeweils in einem halben Monat anfallen. Während im Zeitraum von Ende Juli bis Anfang Oktober die 14-tägige Arbeitszeit auf bis zu 160 Stunden ansteigt, ist es im Dezember und Januar sehr ruhig. Diese Arbeitsspitzen stellen eine große[…]

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Verbraucht Silomais mehr Wasser als andere Kulturpflanzen?

Rubrik „Frag den Kurt„: Diese Frage stellte unsere Leserin Frauke E.-H. aus V. Eins vorweg: Horror-Meldungen wie die vom WWF „11.000 Liter Wasser sind nötig, um ein Kilogramm Baumwolle anzubauen.“ gibt es bei dem Anbau der Kulturpflanzen in unseren Breiten nicht! Die hohen Wasserverbräche, die hier genannt werden, resultieren aus ineffizienten Bewässerungsmethoden mit undichten Kanälen z. B. in Pakistan. Hier in Deutschland reicht in den meisten Fällen der natürliche Niederschlag aus, um die Kulturpflanzen mit ausreichend Wasser zu versorgen. Wir[…]

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Landwirtschaft im Wandel der Zeit

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landwirtschaft stark gewandelt. Während 1950 in Deutschland noch fast jeder vierte Erwerbstätige in der Landwirtschaft gearbeitet hat, sind es heute nur noch 1,4 % (STATISISCHES BUNDESAMT). Erst durch diese Entwicklung in der Landwirtschaft wurden in den 60 Jahren Arbeitskräfte frei, die in den Fabriken zum damaligen „deutschen Wirtschaftswunder“ beitragen konnten. Allein in Dorstadt haben 1950 mehrere Hundert Einwohner in der Landwirtschaft gearbeitet! Dieser Wandel wurde durch eine zunehmende Mechanisierung in der Landwirtschaft ermöglicht.[…]

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„Weizen! Felder voller Weizen, Ströme von Weizen!“ *

Der Ertrag eines Getreidefeldes ergibt sich aus der Anzahl der Ähren (Bestandesdichte), der Zahl der Körner pro Ähre und dem durchschnittlichen Gewicht der Körner. Ertrag = Ähren/m² x Körner/Ähre x Korngewicht Die Ausbildung dieser Ertragsfaktoren ist abhängig von den Wachstumsbedingungen in den Wachstumsphasen der Getreidepflanzen. Die Bestandesdichte wird im Herbst und im zeitigen Frühjahr festgelegt. Die Anzahl der Körner pro Ähre wird hingegen im Frühjahr und das Tausendkorngewicht im Frühsommer bestimmt. Entscheiden ist neben einer ausgewogenen Wasserversorgung und verträglichen Temperaturen[…]

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