Warum wir düngen

Mit Vegetationsbeginn haben unsere Pflanzen einen hohen Nährstoffbedarf und müssen ernährt werden. Die Produktion von einem Hektar Weizen verbraucht ungefähr 220 kg Stickstoff (N), 75 kg Phosphor (P2O5), 50 kg Kalium (K2O) und 20 kg Magnesium (MgO). Diese Nährstoffe werden dem Boden mit den Ernteprodukten entzogen. Wenn keine Düngung erfolgt, verarmen die Böden und Humus wird abgebaut. Langfristig werden die Böden dann unfruchtbar. Um dies zu vermeiden, ist die Düngung essentiell für den Ackerbau, egal ob bei ökologischer oder konventioneller[…]

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Frostgrubbern

Normalerweise bin ich während meiner Nachtschicht zwischen 21:00 Uhr abends und 7:00 Uhr morgens relativ ungestört und kann mich ganz der Schadnagerbekämpfung widmen. Heute hat mein Chef aber außnahmsweise schon um 3:00 Uhr früh mit der Arbeit begonnen. Seit gestern Abend waren die Temperaturen unter den Gefrierpunkt gesunken. Heute Morgen sind es mit -2,7° Celsius frostige Temperaturen. Auch der Ackerboden ist gefroren, so dass dieser ohne ein Einsinken des Traktors befahren werden kann. Dies macht sich mein Chef zu nutze,[…]

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Viele Mäuse

In diesem Jahr ist es wieder soweit: Die Feldmauspopulation hat ihr Maximum erreicht. Rund alle 3 – 4 Jahre* gibt es sogenannte Gradationsmaxima, bei denen besonders hohe Populationsdichten auftreten. In diesem Jahr sind nach meinen Beobachtungen selbst für ein Maximumjahr extrem viele Mäuse auf den Äckern. Wir haben darauf reagiert und besonders stark betroffene Flächen gepflügt. Dadurch werden die unterirdischen Gangsysteme der Mäuse zerstört. Ich persöhnlich profitiere dabei von einer Stilllegungsfläche die unmittelbar an unseren Hof angrenzt. Im Rahmen der[…]

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Warum werden die Reifen immer breiter?

Es wirkt manchmal schon etwas beängstigend, wenn unsere Traktoren mit den breiten Reifen durch die Straßen rauschen. Inzwischen verfügen unsere Schlepper über Reifen, die teilweise 90 cm breit sind – und das auf beiden Seiten ergibt eine überfahrene Breite von 1,8 m. Bei einer Gesamtbreite von 3 m, sind das 60 % der Breite, die von den Reifen abgedeckt werden. Der Boden ist das wertvollste Gut eines Landwirtschaftsbetriebes. Diesen gilt es zu schonen. Bodenverdichtungen können vermieden werden, indem das Gewicht[…]

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Nitrat

Landwirtschaft und organische Düngung sind fest miteinander verbunden. Erst die Düngung mit Mist in den letzten Jahrhunderten hat unseren Böden ihre Fruchtbarkeit verliehen. Besonders im ökologischen Landbau hat die organische Düngung einen hohen Stellenwert. Wenn überdüngt wird, kann Nitrat aber in das Grundwasser gelangen. Deshalb können die Nitratwerte im Grundwasser ein Indikator für die Düngungsintensität in einer Region sein. Aber Vorsicht! Es gibt auch andere Gründe für hohe Nitratwerte: Der Grundwasserflurabstand, die Fließgeschwindigkeit und die hydrochemischen Bedingungen im Untergrund spielen[…]

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Rapsaussaat 2019 – ein Lotteriespiel

Die Rapsaussaat im Spätsommer 2019 gestaltet sich besonders schwierig. Die Böden sind ausgetrocknet, so dass zur Keimung Niederschlag erforderlich ist. Für Raps besteht nur ein schmales Zeitfenster von 15. August bis 10. September in dem in unseren Breiten eine Aussaat sinnvoll ist. Bei einer Aussaat vor dem 15 August würde der Raps mit hoher Wahrscheinlichkeit vor dem Winter überwachsen und wäre besonders frostempfindlich. Nach dem genannten Zeitfenster wäre die Vorwinterentwicklung der Rapspflanzen wahrscheinlich nicht ausreichend. Die folgende Tabelle zeigt die[…]

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Pflug oder Pluglos?

Die Diskussion ob ein Pflug zur Bodenbearbeitung eingesetzt werden soll oder nicht, wird teilweise sehr emotional geführt. Das liegt daran, dass der Pflug das Symbol der Landwirtschaft ist: Erst durch die Erfindung des Pfluges in der Jungsteinzeit war der erfolgreiche Ackerbau möglich. Durch die Wendung des Bodens wird dieser gelockert und Unkraut- und Ungrassamen werden verschüttet, so dass die Kulturfrucht gute Startbedingungen hat. Der Nachteil des Pfluges ist, dass der Boden oft überlockert wird und dann mühsam wieder rückverfestigt werden[…]

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Getreidelagerung

Erst einmal vielen Dank für die vielen positiven Zuschriften, die ich in den letzten Wochen erhalten habe. Besonders die Komplimente über meine fotogene Seite haben mich sehr gefreut.  Das Getreide kommt an den heißen Erntetagen oft mit Temperaturen von über 30 Grad Celsius in das Lager. Bei diesen hohen Temperaturen können sich Getreideschädlinge wie Kornkäfer und Getreideplattkäfer rasant vermehren. Das Weibchen des Kornkäfer bohrt ein Loch in das Getreidekorn und legt ein Ei hinein. die Larvenentwicklung und Verpuppung finden innerhalb[…]

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Erntebeginn

Heute beginnt die Weizenernte. Die Abbildung zeigt den Erntebeginn für Weizen in unserem Betrieb in den letzten Jahren. Im Mittel der Jahre beginnt die Weizenernte am 27. Juli. Tendenziell hat sich der Erntebeginn nach vorne verschoben. Das ist aber wahrscheinlich nicht dem Klimawandel geschuldet. Vielmehr wurden Weizensorten gezüchtet, die früher reif sind. Falls eine Vorsommer-Trockenheit einsetzt, haben diese Sorten ihren Ertrag bereits ausgebildet, während spätreife Sorten stärker unter einer Vorsommer-Trockenheit leiden. In diesem Jahr könnte diese Strategie auf gehen. Die[…]

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Blattlaus-Monitoring

Auf den Flächen der Bestkorn KG werden derzeit Untersuchungen des Julius-Kühn-Instituts (JKI) durchgeführt. Dabei werden wöchentlich die Populationsentwicklungen der Insekten in den Zuckerrüben untersucht. Gefährlich für die Zuckerrüben sind vor allem die Grüne Pfirsichblattlaus, weil diese beim Saugen einen Virus übertragen kann, der zu starken Ertragsverlusten führt. Mit Hilfe der Untersuchung soll festgestellt werden, welcher Befallsgrad noch toleriert werden kann. In den folgenden Grafiken sind die Befallshäufigkeiten der einzelnen Insekten dargestellt. Darunter versteht man den Anteil der Pflanzen, die von[…]

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