Landwirtschaft im Wandel der Zeit

Kater Kurt erklärt:

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Landwirtschaft stark gewandelt. Während 1950 in Deutschland noch fast jeder vierte Erwerbstätige in der Landwirtschaft gearbeitet hat, sind es heute nur noch 1,4 % (STATISISCHES BUNDESAMT). Erst durch diese Entwicklung in der Landwirtschaft wurden in den 60 Jahren Arbeitskräfte frei, die in den Fabriken zum damaligen „deutschen Wirtschaftswunder“ beitragen konnten. Allein in Dorstadt haben 1950 mehrere Hundert Einwohner in der Landwirtschaft gearbeitet!

Saatbettbereitung heute

Dieser Wandel wurde durch eine zunehmende Mechanisierung in der Landwirtschaft ermöglicht. Das Beitragsbild zeigt, wie 1954 eines unserer Felder mit einem Pferd und einer Egge saatfertig gemacht wurde. In einer Stunde konnten auf diese Weise immerhin bis zu 0,5 ha bearbeitet werden. Heute erfolgt der gleiche Arbeitsgang mit einem Traktor mit 240 Pferdestärken und einem Gerät mit einer Arbeitsbreite von 6 Metern. Die Flächenleistung beträgt jetzt 4,5 ha pro Stunde bei einer deutlich besseren Arbeitsqualität. Der Schlepper ist mit einer Parallelfahreinrichtung ausgestattet. Durch den Empfang von satellitengestützten Daten fährt der Traktor automatisch zentimetergenau parallel zur vorrangegangenen Bearbeitungslinie. Selbst ein geübter Fahrer könnte auf Dauer solch eine exakte Fahrweise nicht realisieren. Dadurch spart diese Technik schnell einmal 5 bis 10 % Zeit aber auch Diesel ein (Quelle: LWK NIEDERSACHSEN).  Ermöglicht wird diese Technik durch unsere Maschinengemeinschaft, in der wir diese Maschinen gemeinsam mit drei anderen Landwirten auslasten.

Viele Romantiker wünschen sich sicherlich das Bild von 1954 zurück: Dabei vergessen sie aber, dass dies kein Spaziergang, sondern schwere körperlich Arbeit – für Mensch und Tier – war, zu der heute kaum noch eine Arbeitskräfte bereit wäre.

Im Gegensatz zu dieser rasanten Entwicklung arbeiten wir Katzen noch genauso wie vor 9000 Jahren, als unsere Zusammenarbeit mit den Menschen begann: Schon damals erkannten die Menschen unsere herausragenden Fähigkeiten bei der Schadnagerbekämpfung im Getreidelager. Und noch heute fangen wir die Mäuse mit altbekannten Techniken (Quelle). Fazit: Während die menschliche Arbeitskraft durch Maschinen ersetzt werden kann, ist dies bei Katzen nicht möglich!