
Zum Anbau von Zuckerrüben gehört in unserem Betrieb die Aussaat von Zwischenfrüchten im Spätsommer. Diese wachsen bis in den Winter hinein, speichern Nährstoffe und verhindern so, dass vor allem Nitrat in das Grundwasser gelangen kann. Eine weitere wichtige Funktion dieser Zwischenfrüchte ist die Vermeidung von Erosionen. Dies hat bei uns in diesem Jahr funktioniert: Dazu haben wir die Zwischenfrüchte Anfang Dezember bei Frost mit einer Walze überfahren. Dadurch sind die Pflanzenstängel gebrochen, aber weitgehend erhalten geblieben und haben die nachfolgenden Bodenberarbeitungsgänge überstanden. Die Einsaat der Zuckerrüben Ende März erfolgte mit einer Mulchsaatmaschine, die diese Pflanzenreste der Zwischenfrucht nur in der Aussaatreihe beiseiteschiebt. Dadurch, dass die Stängel auf dem Acker verbleiben, bremsen sie Niederschlagswasser aus. Durch die verminderte Fließgeschwindigkeit werden Erosionen verhindern.

Dieser Schutz war in diesem Jahr nötig: In den Tagen vom 4. bis zum 7. Mai 2026 hat es rund 57 mm geregnet, teilweise mit hoher Intensität. Durch den Erosionsschutz des Zwischenfruchtstrohs konnte ein Abschwemmen des wertvollen Bodens weitgehend verhindert werden.

Die Reste der Zwischenfrüchte sind auch jetzt noch in den Zuckerrüben zu finden (siehe Beitragsbild). Im Laufe der nächsten Wochen werde die Pflanzenreste der Zwischenfrucht durch die Bodenorganismen abgebaut. Dabei werden die gespeicherten Nährstoffe freigesetzt und stehen den Zuckerrüben zur Verfügung.
