Hallo, hier ist die Maus!

Die Maus ruft an
Kater Kurt erklärt:

Wenn bei meinem Chef das Telefon klingelt und eine Maus anruft, schrillen bei mir als Schadnager-Beauftragten natürlich die Alarmglocken.

Bei der Maus handelt es sich aber um eine Maschine die die Rüben auf dem Feld aufnimmt und über verschiedene Siebbänder auf Lkws verlädt und reinigt. Solch eine Spezialmaschine kann nur mit vielen Landwirten gemeinsam ausgelastet werden. Darum sind wir gemeinsam mit rund 220 anderen Landwirten in einer Maschinengemeinschaft, die Agrardienste Eichberg GmbH & Co KG, die insgesamt zwei Mäuse betreibt.

In einer weiteren Maschinengemeinschaft werden die Zuckerrüben-Roder gemeinschaftlich eingesetzt. Hier haben sich rund 100 Landwirte zusammen gefunden, um ihre Rüben von der Zuckerrübenrodegemeinschaft Elm-Asse-Huy GbR mit drei Rodern ernten zu lassen. Solch große Gemeinschaften funktionieren nur, wenn es klare Regeln und ein gutes Management gibt.

Eine Rüben-Verlade-Maus im Einsatz: Die Zuckerrüben werden vorne aufgenommen und über Siebbänder auf den Lkw verladen.

Problematisch ist, dass die Zuckerrüben nur eine begrenzte Zeit gelagert werden können. Die Zuckerfabrik verarbeitet die Rüben von Mitte September bis Mitte Januar also nur 4 Monate. In dieser Zeit muss die Fabrik kontinuierlich mit Rüben beliefert werden. Die Maus läuft in dieser Zeit im Mehrschichtsystem rund um die Uhr. Das Roden der Zuckerrüben erfolgt ebenfalls im Schichtsystem anfangs kontinuierlich nach dem Bedarf der Zuckerfabrik. Bis Mitte November sollten dann aber alle Rüben gerodet sein. Danach steigt das Wetterrisiko so stark an, dass ein sachgerechtes Roden schwierig wird. Die Zuckerrüben werden dann auf dem Feld in großen Mieten gelagert und mit einem Vlies abgedeckt, das ähnlich wie ein Pullover wirkt und die Rüben vor Frost schützt.

Gegenüber dem alten Rodesystem mit zweireihigen Rübenrodern, die vom Traktor gezogen wurden, liegen die Rodekosten beim 6-reihigen selbstfahrenden Rübenroder bei guter Auslastung rund 20 % niedrieger.

Fazit: Moderne Landwirtschaft funktioniert nur mit Kooperationen. Diese ermöglichen es, moderne Maschinen einzusetzen, die gemeinschaftlich ausgelastet und dadurch kostengünsitg betrieben werden können.